Unternehmensprozesse digitalisieren

Welche Prozesse lassen sichdigitalisieren?

Von Kundenanfragen über Dokumente bis zur Auftragsabwicklung: Viele wiederkehrende Unternehmensprozesse lassen sich digital vereinfachen. Entscheidend ist nicht, möglichst alles zu digitalisieren, sondern die richtigen Abläufe auszuwählen.

  • Verwaltung
  • Kundenprozesse
  • Aufträge & Projekte
  • Dokumente & Daten
Kurz gesagt

Digitalisieren lassen sich vor allem wiederkehrende, informationsbasierte Prozesse mit klaren Schritten, Zuständen oder Übergaben. Gute Kandidaten sind Abläufe, bei denen Daten gesucht, mehrfach erfasst, weitergegeben oder regelmäßig geprüft werden. Entscheidend ist nicht, alles zu digitalisieren, sondern Prozesse mit erkennbarem Nutzen zuerst auszuwählen.

Grundsätzlich gilt

Digitalisierbar ist vor allem, was Informationen und wiederkehrende Schritte enthält

Ein Unternehmensprozess muss nicht vollständig am Computer stattfinden, um digital unterstützt werden zu können. Häufig reicht es bereits, einzelne Arbeitsschritte besser zu organisieren: Informationen zentral erfassen, Daten automatisch weitergeben, Dokumente eindeutig zuordnen oder einen aktuellen Status sichtbar machen.

Besonders interessant sind Abläufe, die nach einem ähnlichen Muster wiederkehren. Je häufiger dieselben Informationen erfasst, geprüft, verschickt oder gesucht werden, desto größer ist meist das Potenzial für eine digitale Verbesserung.

Digitalisierung bedeutet dabei nicht automatisch Automatisierung. Ein Prozess kann zunächst einfach übersichtlicher digital abgebildet werden. Erst wenn der Ablauf sauber strukturiert ist, lässt sich prüfen, welche Schritte zusätzlich automatisiert werden können.

  • wiederkehrende Arbeitsschritte
  • viele Informationen oder Dokumente
  • mehrere beteiligte Personen
  • klare Zustände, Übergaben oder Freigaben

Gute Kandidaten erkennen

Diese Merkmale sprechen dafür, einen Prozess genauer anzusehen

Viele manuelle Eingaben

Daten werden aus E-Mails, Formularen oder Tabellen übernommen und an mehreren Stellen erneut eingetragen.

Häufige Wiederholungen

Bestätigungen, Listen, Statusmeldungen oder Dokumente entstehen immer wieder nach demselben Muster.

Unklare Zuständigkeiten

Es ist nicht sofort ersichtlich, wer einen Vorgang bearbeitet oder welcher nächste Schritt noch offen ist.

Verteilte Informationen

Wichtige Daten liegen gleichzeitig in E-Mails, Ordnern, Excel-Dateien, Notizen und verschiedenen Programmen.

Viele Rückfragen

Mitarbeiter oder Kunden müssen regelmäßig nachfragen, weil Status, Dokumente oder Informationen nicht direkt verfügbar sind.

Fehler durch Übertragung

Informationen werden kopiert, abgeschrieben oder mehrfach gepflegt und können dadurch voneinander abweichen.

Konkrete Prozessbeispiele

Diese Unternehmensprozesse lassen sich häufig digitalisieren

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom tatsächlichen Ablauf ab. Die folgenden Bereiche zeigen typische Ansatzpunkte.

01 · Kundenanfragen

Anfragen strukturiert erfassen und weiterverarbeiten

Neue Anfragen kommen häufig per Telefon, E-Mail, Website oder persönlich ins Unternehmen. Werden die Informationen anschließend manuell in Notizen oder Tabellen übertragen, entstehen schnell Lücken und doppelte Arbeit.

Digital lässt sich festhalten, wann eine Anfrage eingegangen ist, worum es geht, wer zuständig ist und welcher nächste Schritt folgt.

Mögliche digitale Schritte

  • Anfrageformulare
  • zentrale Kontaktdaten
  • Status und Zuständigkeit
  • interne Notizen
  • Wiedervorlagen

02 · Kundenverwaltung

Kundendaten an einem Ort statt in mehreren Listen

Adressen, Ansprechpartner, Gesprächsnotizen, Projekte und Dokumente werden in vielen Betrieben getrennt voneinander gepflegt. Eine zentrale digitale Kundenverwaltung schafft eine gemeinsame Informationsbasis.

Dadurch müssen Daten weniger häufig gesucht oder mehrfach eingetragen werden und der aktuelle Stand ist leichter nachvollziehbar.

Typische Informationen

  • Kontaktdaten
  • Ansprechpartner
  • laufende Vorgänge
  • Dokumente
  • Kommunikationshistorie

03 · Angebote und Aufträge

Vom Angebot bis zum abgeschlossenen Auftrag klarer arbeiten

Zwischen Anfrage, Angebot, Auftrag und Abschluss wechseln Informationen häufig zwischen verschiedenen Dateien und Programmen. Ein digital abgebildeter Ablauf kann diese Schritte miteinander verbinden.

So wird sichtbar, welche Angebote offen sind, welche Aufträge gerade bearbeitet werden und welche Informationen noch fehlen.

Geschäftsprozesse digitalisieren

Mögliche Bestandteile

  • Angebotsstatus
  • Auftragsstatus
  • Kundenzuordnung
  • Dokumente und Dateien
  • nächste Arbeitsschritte

04 · Dokumentenverwaltung

Dokumente schneller finden und eindeutig zuordnen

Angebote, Rechnungen, Verträge, Protokolle und Projektunterlagen liegen oft in gewachsenen Ordnerstrukturen. Mit steigender Menge wird die Suche immer zeitaufwendiger.

Digitale Dokumentenprozesse können Dateien einem Kunden, Auftrag oder Projekt zuordnen und klare Ablage- sowie Freigabestrukturen schaffen.

Typische Verbesserungen

  • zentrale Ablage
  • eindeutige Zuordnung
  • Versionen nachvollziehen
  • Suchzeiten reduzieren
  • Zugriffe strukturieren

05 · Terminplanung

Termine und Rückrufe ohne unnötige Abstimmung organisieren

Wenn Termine über mehrere E-Mails oder Telefonate abgestimmt werden, entsteht schnell unnötiger Aufwand. Digitale Terminprozesse können verfügbare Zeiten, Rückrufwünsche oder interne Zuständigkeiten strukturieren.

Nicht jeder Betrieb benötigt dafür ein komplexes Buchungssystem. Oft reicht eine einfache Lösung, die den bisherigen Abstimmungsaufwand reduziert.

Mögliche Funktionen

  • Terminwünsche erfassen
  • Verfügbarkeiten darstellen
  • Bestätigungen
  • Rückrufanfragen
  • interne Kalenderzuordnung

06 · Projekte und Aufgaben

Fortschritt, Verantwortlichkeiten und offene Punkte sichtbar machen

Projektinformationen verteilen sich schnell auf Chats, E-Mails und einzelne Listen. Eine digitale Projektübersicht kann Aufgaben, Zuständigkeiten, Dateien und Statusinformationen zusammenführen.

Der Nutzen liegt vor allem darin, dass Beteiligte weniger nach dem aktuellen Stand fragen müssen.

Typische Inhalte

  • Projektstatus
  • Aufgaben
  • Verantwortliche
  • Fristen
  • Dateien und Notizen

07 · Freigaben und interne Abstimmung

Entscheidungen nachvollziehbarer statt über Zuruf organisieren

Freigaben für Angebote, Bestellungen, Inhalte oder Dokumente werden häufig über E-Mail, Messenger oder mündlich abgestimmt. Dadurch ist später schwer nachvollziehbar, was bereits geprüft wurde.

Ein digitaler Freigabeprozess kann Zuständigkeit, Status und Entscheidung sichtbar dokumentieren.

Geeignete Abläufe

  • Dokumentenfreigaben
  • Bestellfreigaben
  • Preisfreigaben
  • interne Rückfragen
  • Statuswechsel

08 · Kundenkommunikation

Informationen bereitstellen, bevor die Rückfrage entsteht

Viele Kundenanfragen drehen sich um wiederkehrende Informationen: Projektstand, Dateien, nächste Schritte, Termine oder Dokumente. Ein Teil davon kann digital bereitgestellt werden.

Je nach Bedarf reicht eine gut strukturierte Website oder ein Formular. Bei umfangreicheren Abläufen kann ein geschützter Kundenbereich sinnvoll sein.

Mögliche digitale Wege

  • Website-Informationen
  • Formulare
  • Statusbereiche
  • Dateibereitstellung
  • Kundenportale

09 · Auswertungen und Kennzahlen

Informationen aus vorhandenen Daten automatisch übersichtlich machen

Wer Kennzahlen regelmäßig manuell aus verschiedenen Tabellen zusammensucht, hat bereits einen typischen Digitalisierungskandidaten. Daten können strukturiert gesammelt und anschließend in Übersichten zusammengeführt werden.

Dadurch entsteht schneller ein aktueller Blick auf Aufträge, Auslastung, Umsätze oder andere betriebliche Kennzahlen.

Beispiele

  • Auftragsübersichten
  • Umsatzentwicklung
  • Projektfortschritt
  • offene Vorgänge
  • interne Kennzahlen

Büro und Verwaltung

Auch kleine Verwaltungsaufgaben können große Zeitfresser sein

Gerade im Büro entstehen viele kurze Tätigkeiten, die einzeln kaum auffallen, sich über Wochen und Monate aber stark summieren.

01

Daten übertragen

Informationen aus Formularen, E-Mails oder Listen werden regelmäßig in andere Systeme kopiert.

02

Dokumente erstellen

Wiederkehrende Unterlagen werden immer wieder aus Vorlagen zusammengesetzt und angepasst.

03

Status pflegen

Mitarbeiter aktualisieren Listen von Hand, damit andere sehen können, wie weit ein Vorgang ist.

04

Informationen suchen

Kundendaten, Dateien oder Entscheidungen werden in verschiedenen Ablagen zusammengesucht.

05

Erinnerungen verwalten

Offene Punkte werden über Kalender, Notizen und persönliche Wiedervorlagen verfolgt.

Nicht alles oder nichts

Ein Prozess kann auch nur teilweise digitalisiert werden

Informationen digital erfassen

Ein analoger Ablauf kann zunächst nur bei der Datenerfassung verbessert werden, ohne den gesamten Prozess zu verändern.

Daten zentral speichern

Statt Informationen auf mehrere Listen zu verteilen, kann zunächst eine gemeinsame Datenbasis entstehen.

Status transparent machen

Schon eine klare Übersicht über offen, in Bearbeitung und erledigt kann Rückfragen und Suchaufwand reduzieren.

Dokumente automatisch erzeugen

Wiederkehrende Dokumente können aus vorhandenen Daten erstellt werden, während andere Arbeitsschritte unverändert bleiben.

Kunden digital einbinden

Nur der Austausch mit Kunden kann digitalisiert werden, etwa durch Formulare oder einen geschützten Bereich.

Einzelne Schritte automatisieren

Wenn ein Ablauf stabil funktioniert, können geeignete Routineaufgaben zusätzlich automatisch angestoßen werden.

Nicht jeder Prozess braucht Technik

Wann sich eine Digitalisierung eher nicht lohnt

Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Ein Prozess sollte nicht nur deshalb verändert werden, weil eine technische Lösung möglich wäre.

  • der Vorgang tritt nur sehr selten auf
  • die digitale Lösung wäre aufwendiger als der bestehende Ablauf
  • der Prozess selbst ist noch nicht klar definiert
  • es fehlt ein konkreter Nutzen für Mitarbeiter oder Kunden
  • ein vorhandenes Werkzeug löst das Problem bereits ausreichend
  • das eigentliche Problem ist organisatorisch statt technisch

Vor einer Umsetzung sollte deshalb immer geprüft werden, wo tatsächlich Aufwand entsteht. Gute Digitalisierung entfernt unnötige Arbeit – sie fügt nicht einfach ein weiteres System hinzu.

Den richtigen Startpunkt finden

So priorisieren Sie digitalisierbare Prozesse

01

Häufigkeit

Wie oft wird der Prozess pro Tag, Woche oder Monat durchgeführt?

02

Zeitaufwand

Wie viel Arbeitszeit benötigt der Ablauf inklusive Suchen, Übertragen und Nachfragen?

03

Fehlerpotenzial

Wie häufig entstehen falsche, fehlende oder unterschiedlich gepflegte Informationen?

04

Nutzen

Was verbessert sich konkret für Mitarbeiter, Kunden oder die Unternehmensführung?

05

Umsetzbarkeit

Lässt sich der Prozess klar abgrenzen und zunächst in einem überschaubaren Umfang verbessern?

Von Prozess zu Lösung

Welche digitale Lösung zu einem Prozess passt, ist unterschiedlich

Website

Für Sichtbarkeit, Informationen, digitale Kontaktwege und öffentlich zugängliche Funktionen.

NulOne Websites →

Standardsoftware

Wenn ein etablierter Standardprozess bereits durch eine vorhandene Lösung gut abgedeckt wird.

Individuelle Software

Wenn der tatsächliche Ablauf speziell ist oder vorhandene Programme zu viele Umwege verursachen.

NulOne Software →

Web-App

Wenn Mitarbeiter oder Kunden ortsunabhängig auf Funktionen und Informationen zugreifen sollen.

Kundenportal

Wenn Dokumente, Statusinformationen oder Kommunikation geschützt bereitgestellt werden sollen.

Prozessoptimierung

Wenn zunächst bessere Strukturen oder die sinnvollere Nutzung bestehender Werkzeuge ausreichen.

Möglicher Nutzen

Was sich durch gut digitalisierte Prozesse verbessern kann

  • weniger manuelle Übertragung von Daten
  • Informationen schneller auffinden
  • weniger Rückfragen zum aktuellen Stand
  • klarere Zuständigkeiten
  • einheitlichere Abläufe
  • weniger Fehler durch doppelte Pflege
  • bessere Nachvollziehbarkeit
  • mehr Übersicht bei steigender Auftragszahl

Der größte Nutzen entsteht häufig nicht durch eine spektakuläre neue Funktion, sondern durch viele kleine Arbeitsschritte, die im Alltag nicht mehr unnötig Zeit kosten.

Für unterschiedliche Unternehmen

Digitalisierbare Prozesse gibt es in nahezu jeder Unternehmensgröße

01

Selbstständige

Anfragen, Termine, Kundendaten und Dokumente so organisieren, dass Verwaltungsarbeit nicht unnötig wächst.

02

Kleine Unternehmen

Gewachsene Excel-, E-Mail- und Papierabläufe schrittweise durch klarere digitale Strukturen ergänzen oder ersetzen.

03

Wachsende Unternehmen

Prozesse verbindlicher abbilden, Zuständigkeiten sichtbar machen und Informationen so strukturieren, dass sie mit dem Unternehmen mitwachsen.

FAQ

Häufige Fragen zu digitalisierbaren Prozessen

Welche Prozesse lassen sich in einem Unternehmen digitalisieren?

Digitalisieren lassen sich besonders wiederkehrende, informationsbasierte und klar strukturierbare Abläufe. Typische Beispiele sind Kundenverwaltung, Dokumentenablage, Angebots- und Auftragsprozesse, Terminplanung, interne Freigaben, Projektstatus und Auswertungen.

Welche Prozesse eignen sich besonders gut für die Digitalisierung?

Besonders geeignet sind Prozesse, die häufig vorkommen, viel manuelle Arbeit verursachen, Fehler begünstigen oder Informationen über mehrere Dateien und Programme verteilen.

Kann jeder Unternehmensprozess digitalisiert werden?

Nicht jeder Prozess muss vollständig digitalisiert werden. Manche Abläufe profitieren nur in einzelnen Schritten von digitalen Werkzeugen. Entscheidend ist, ob die digitale Veränderung einen konkreten Nutzen schafft.

Welche Verwaltungsprozesse lassen sich digitalisieren?

Zum Beispiel Dokumentenverwaltung, Stammdatenpflege, Freigaben, Terminorganisation, Aufgabenverteilung, Angebots- und Rechnungsabläufe sowie interne Auswertungen und Statusübersichten.

Welche Kundenprozesse lassen sich digitalisieren?

Anfragen, Terminwünsche, Statusinformationen, Datenaustausch, Dokumentenbereitstellung, Rückfragen und Teile der Auftragskommunikation können über Websites, Formulare, Portale oder andere digitale Lösungen unterstützt werden.

Wie findet man den richtigen Prozess für den Start?

Ein guter Startpunkt ist ein häufiger Ablauf, der heute unnötig Zeit kostet, fehleranfällig ist oder Informationen schwer auffindbar macht. Der Prozess sollte klar abgrenzbar sein und einen messbaren Nutzen ermöglichen.

Potenzial erkennen

Welcher Prozess kostet in Ihrem Unternehmen unnötig Zeit?

Beschreiben Sie kurz, wie der Ablauf heute funktioniert. NulOne kann gemeinsam mit Ihnen prüfen, wo digitale Unterstützung sinnvoll ist und welche Art von Lösung tatsächlich zum Prozess passt.